Letz du somphin komplitli diffrent!

Das Bündniss der Gegner des Metrischen Systems, die sich selbst die SI – Rebellen nennen, möbeln offensichtlich ihren Vorschlag für ein  traditionelles Einheitensystem auf. Eigentlich betrifft es nur eine der Basis Einheiten, aber mehr dazu weiter unten.

Entwickelt wurde die neue Einheit vorallem für vernunftrenitente Völker, deren Zollstock noch heute der eigene Arm oder ein Schuhschrank ist. Viele sind lange schon Stolz daruf, auch in den entlegensten Regionen Entfernungen geradezu ziemlich genau messen zu können. Wozu aufwendig alberne Klappmessstäbe mit zusammenhangslosen Einheiten wie zB. dieses abstrakte „Meter“ bauen, wenn man doch sowohl Fuß als auch Unterarm ständig dabei hat.

Es mag viele Gegner der SI – Rebellen geben, aber die Vorteile liegen auf der Hand. Wo man zum ausklappen eines Zollstocks mindestens zwei Hände benötigt, braucht der findige Purist lediglich einen Fuß oder einen Unterarm, um beispielsweise die Entfernung zwischen zwei Punkten zu messen. Und seien wir ehrlich. Wer nicht wenigstens im Besitz von mindestens einer Extremität ist, sollte sich zumindest nicht Hauptberuflich mit dem Messen von Entfernungen beschäftigen.

Die Welt ist allerdings ständig im Wandel. Die Zeiten, in denen man nicht viel mehr zu messen hatte als den eigenen Schniedelwutz, sind nun mal vorbei. Kann man also tatsächlich in diesen Zeiten ein traditionelles Maßsystem (r)etablieren?

Ein von der Redaktion zu diesem Thema befragter Zyniker meint, eine Strecke mit Füßen und Unterarmlängen zu messen, sei in anbetracht der Möglichkeiten eigentlich nicht mehr Zeitgemäß. Außerdem klängen sie in Ableitungen und in Verbindung mit gängigen Kürzeln für Zehnerpotenzen recht albern. So misst man zB. Flächen gern in Quadratfuß bzw. Kiloquadratfuß und Geschwindigkeiten in Füße pro Stunde.

Das sind schwere Vorwürfe. Die Geschwindigkeit in Füße pro Stunde zu messen, klingt tatsächlich etwas albern. Doch genau da setzen diese SI – Rebellen an. Streng nach dem Motto „Fleisch ist besser als Holz“ werden die SI – Rebellen auch weiter ihren Schritt in Fuß vermessen. Und um sich noch weiter von der Welt von übermorgen zu distanzieren und dieser wurstigen Welt den Stinkefinger zu zeigen, wurde nun auch die Sekunde aus dem traditionellen Einheitensystem verbannt.

Nach langen Überlegungen wurde das Ei als neue Einheit für die Zeit gewählt. Das Ei definiert man als die Zeit, die ein Ei benötigt, um bei 0 Fuß über Meeresspiegel wachsweich zu kochen. So ergibt sich also für die Geschwindigkeit das viel weniger alberne Füße pro Eier.

All die, die auf Eier stehen, werden hier natürlich sofort Einwand äußern. Eier kocht man nach Gefühl! Und dieses Gefühl ist nicht sehr genau. Aber seid beruhigt! Äpple weiß um das Problem, und entwickelt derzeit die neue gefühlsechte EiWatch, der neokonsavative Chronomat für den zeitkoloritbewussten Redneck. Diese Watch ist mit echten Gefühlen ausgestattet und kann so problemlos ein Ei nach dem anderen messen.

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